Mit dem Elektroauto und Wohnwagen bis ans Nordkap - Ein Erfahrungsbericht
Mit diesem Erfahrungsbericht wollen wir die Möglichkeiten und Grenzen eines Elektroautos als Zugfahrzeug für einen Wohnwagen aufzeigen. Es werden keine Vergleiche zwischen unterschiedlichen Fahrzeugen angestellt, insbesondere auch nicht zwischen unterschiedlichen Antriebstechnologien. Vielmehr geht es darum was für Vorbereitungen notwendig sind, welche erwartete oder unerwartete Schwierigkeiten mit dem Gespann auftreten und ob die ganze Übung überhaupt funktioniert. Folgen Sie uns auf unserer sechswöchigen Tour Schweiz – Nordkap – Schweiz.
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Mittelnorwegen
Südnorwegen ist relativ dicht besiedelt und Ladestationen sind praktisch überall verfügbar. Doch wie sieht es weiter oben im Norden aus? Ist die Situation in Mittelnorwegen ähnlich komfortabel oder kommen wir doch mal ins Bibbern, ob wir es noch bis zur nächsten Ladestation schaffen werden? Aufgefallen ist uns, dass in urbanen Regionen der Anteil Elektrofahrzeuge bei rund 30% aller Fahrzeuge liegt, auf dem Land hingegen eher gegen 20% tendiert. Ausser Trondheim gibt es auch keine grössere Stadt mehr in Mittelnorwegen.
Südnorwegen
Der Tag der Überfahrt nach Norwegen ist gekommen, dem europäischen Land bezüglich Elektromobilität schlechthin. Was wird uns erwarten? Wie sieht die Situation bezüglich Lademöglichkeiten aus? Und gibt es wirklich Verbote für eFahrzeuge bei den Fähren oder noch an weiteren Orten, wie es in der heimischen Presse so reisserisch aufgebauscht wurde?
1400 km Autobahn bis an die Nordspitze Dänemarks: Teil II
Bereits sind wir rund 14 Stunden unterwegs und haben über 600 km mit unserem Elektrogespann zurückgelegt. Da es besser als ursprünglich geplant oder gar erhofft läuft, wollen wir Hamburg mit seinem Nadelöhr, dem Elbtunnel und seinen ewigen Grossbaustellen davor und danach, passieren, bevor der grosse Verkehr mit den unvermeidlichen Staus wieder einsetzt. Ist es eventuell sogar möglich, einen ganzen Reisetag einzusparen?
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1400 km Autobahn bis an die Nordspitze Dänemarks: Teil I
Nachdem unser Gespann die Feuertaufe bravurös bestanden hat, peilen wir das erste grosse Etappenziel unserer Reise an: weitere 1200 km Autobahnfahrt bis an die Nordspitze Dänemarks. Im Vorfeld haben wir dafür drei volle Tage sowie einen weiteren Tag Reserve eingeplant, bevor es dann auf die Fähre nach Norwegen geht. Einerseits fehlt uns jegliche Erfahrung auf der Langstrecke mit der Gespannkombination Tesla und Wohnwagen, andererseits wollen wir uns selbst und unserem Hund nicht quälend lange und eintönige Fahrstrecken zumuten. Deshalb haben wir als Tagesziel jeweils rund 500 km festgelegt, was übrigens auch für die viel schnellere Rückreise gelten soll.
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Das Abenteuer beginnt
Nach all den vielen Planungsstunden und Vorbereitungsarbeiten ist heute der grosse Tag der Abfahrt gekommen. Leicht später als geplant verlassen wir am Freitag, 19.5.2023, um 13 Uhr Hüttwilen mit voller Batterie, passieren nach 20 Min. die Grenze zu Deutschland und wiederum 20 Min. später sind wir bereits auf der Autobahn gen Norden. Da es sich um einen Brückentag handelt (nach Auffahrt) hoffen wir auf ein geringeres Verkehrsaufkommen als sonst üblich.
Letzte Vorbereitungen
Für eine so lange Reise braucht es nebst der Planung auch eine entsprechende Vorbereitung in mehreren Phasen. Teil 1 der Vorbereitungen beinhaltet die Auswahl eines geeigneten Fahrzeugs, wichtige Servicearbeiten am Wohnwagen, Überprüfung einer ausreichenden Versicherungsdeckung von relevanten Versicherungen (v.a. Krankenkasse, Privathaftpflicht, Reiseversicherung). Natürlich haben wir auch ausprobiert, ob wir mit unserem Tesla am Superchargernetzwerk von Tesla laden können. Kurz vor der Abreise sind dann noch einige letzte Vorbereitungen zu treffen.
Planung
Aus diversen Berichten geht hervor, dass sich die Reichweite von Elektroautos beim Ziehen eines Wohnwagens ungefähr halbiert. Somit ist eine vorausschauende Planung der Ladestopps sehr wichtig. Für den überwiegenden Teil der Strecke können wir das Superchargernetz von Tesla nutzen, einzig im hohen Norden von Finnland und Schweden dürften die Abstände zwischen den einzelnen Ladepunkten teilweise etwas zu gross sein. Voraussichtlich werden wir rund 8000 km im Anhängerbetrieb zurücklegen, was etwa 40 bis 50 vollen Ladezyklen entspricht. Um die Traktionsbatterie nicht unnötig zu belasten, habe ich den Wohnwagen mit einem Autarkpaket nachgerüstet.
Die Idee
Vor gut drei Jahren reifte in uns die Idee 2023 Campingferien im Norden Europas zu machen. Als sich dann herausstellte, dass unser aktuelles Diesel-Fahrzeug zu leistungsschwach für längere Fahrten in hügeligem Gelände ist, schauten wir uns nach einem geeignetem Zugfahrzeug um. Nach dem Dieselskandal war uns definitiv klar geworden, dass die Verbrennertechnologie keine Zukunft mehr hat und wir zukünftig nur noch Autos mit Elektroantrieb kaufen werden. Wie sich alsbald herausstellte, gar kein so leichtes Unterfangen, da es erst wenige geeignete Fahrzeuge auf dem Markt gibt ...